30 Jahren feministischer Archivgeschichte„Erinnert euch an uns!“: Westfälische Frauenarchive und die Komponistinnenbibliothek Unna

Samstag, 14. März 2026 um 11 Uhr in Unna

Im Rahmen unseres aktuellen Projekts zu 30 Jahren feministischer Archivgeschichte in Westfalen, großteils gefördert von der LWL-Kulturstiftung, finden Veranstaltungen in verschiedenen Städten statt, in denen es Frauen/Lesben/feministische Archive gab oder gibt. 

Link zum Programm in Unna 

„Ach, die gibt es noch?!“ – Wie so viele Frauenarchive tat sich auch die Internationale Komponistinnen-Bibliothek Unna von ihren Anfängen hin bis zu ihrer Gegenwart schwer mit ihrer öffentlichen Breitenwirkung, und dies, obwohl Komponistinnen im Jahre 2025 längst kein Nischenthema mehr sind. Trotzdem sollte ihr Stellenwert in dieser Entwicklung nicht unterschätzt werden. Nicht nur bewahrte sie viele Werke, die in der Vergangenheit als Obskuritäten und „Zeugs“ abgetan wurden in unsere Gegenwart, sie ist aus der Geschichte der musikwissenschaftlichen Frauen- und Genderforschung nicht wegzudenken, – ganz zu schweigen von unseren Konzertsälen, – auch wenn diese Entwicklung Jahrzehnte brauchte.

In Kooperation mit dem ausZeiten-Frauenarchiv Bochum öffnet die Komponistinnen-Bibliothek Unna am 14. März 2026 ihre Pforten und bietet Musikgeschichte zum Anfassen und Anhören. Allgemeinverständlich sollen dabei die Idee, die konkrete Arbeit und gesellschaftlicher Mehrwert von Frauenarchiven am Beispiel der Komponistinnen-Bibliothek gezeigt werden, von der privaten Sammelleidenschaft und Rumpelkammer hin zum wissenschaftlichen Archivwesen. Erstmalig gibt es dabei auch bislang noch nie öffentlich präsentierte Einblicke in die einzigartigen musikalischen Bestände des Archivs. Auf dem Programm stehen neben einem Podiumsgespräch mit nennenswerten Akteur*innen aus der Geschichte der Einrichtung auch unterhaltsame Intermezzi in literarischer und musikalischer Form.

Endgültig geklärt werden sollten dabei die Fragen: Braucht das irgendwer oder kann das weg? Was haben die Unnaer Menschen von dieser Bibliothek? Und wer war eigentlich diese Sybil Westendorp?

Die Veranstaltung ist Teil des von der LWL-Kulturstiftung geförderten Projekts „ausZeiten und 30 Jahre feministische Archivgeschichte in Westfalen – eine Spurensuche“. Mehr Informationen finden Sie hier.

Der Eintritt ist frei. Um eine Anmeldung unter kai.brandebusemeyer@stadt-unna.de wird gebeten.

Beginn: 11.00 Uhr, Gesamtdauer, circa 120 Minuten

Musik: Sae Katayama (Klavier)

Es moderieren: Linda Unger, Kai Brandebusemeyer

Bochumer Frauenstadtrundgang

Sonntag, 15.3.2026, 10:00 – 12:15 Uhr

Das Frauenarchiv ausZeiten lädt ein zum Bochumer Frauenstadtrundgang. Sie haben die Gelegenheit, historische Frauen aus dem Bochum des 19. und 20. Jahrhunderts und früher kennenzulernen. So erfahren Sie, welche Spuren Frauen wie die Anwältin Nora Platiel und die Politikerin Ottilie Schoenewald oder die Pastorin Ursula Schafmeister hinterlassen haben – in der Stadt, aber auch in der Geschichte der Frauenbewegung.

Den 2017 entstandenen Frauenstadtplan erhalten Sie beim Rundgang kostenlos.
Archivmitarbeiterin Linda Unger leitet den Rundgang

Rundgang für Frauen
Treff: Rathausvorplatz, an der Glocke
8,- EUR  (Ermäßigung möglich)
Telefonische Anmeldung bei der VHS: 0234 / 910-15 55
KursNr  M12000