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Von Schwarzen Witwen und anderen Vernetzungen – westfälische Frauenarchive und ihre Geschichte

Samstag, 24. Januar 2026, 15 Uhr, Plenarsaal des LWL Landeshauses

Gemeinsam mit dem LWL Archivamt laden wir ein zu einem Nachmittag, der ein Stück Münsteraner Frauengeschichte lebendig werden lässt!

Wir begeben uns auf die Spuren der autonomen Frauen/Lesbenarchive in Westfalen. Linda Unger vom Bochumer Frauenarchiv ausZeiten stellt dazu ein Projekt vor, das derzeit von der LWL-Kulturstiftung gefördert wird.
Anschließend steht die Schwarze Witwe im Mittelpunkt – in einer Gesprächsrunde mit Zeitzeuginnen und ehemaligen Aktiven, Gründerinnen und Betreiberinnen. Auch gegenwärtige Aktivitäten der ehemaligen „Witwen“ kommen zur Sprache. Und: Wie geht es mit feministischer Archivarbeit in Münster zukünftig weiter? Neben der Gesprächsrunde gibt es Musik, eine Lesung und eine Ausstellung.

Zur Schwarzen Witwe: 1985 organisierten die StudentInnen-Gruppen der Unabhängigen Linken die erste Volksuni Münster.
Dort trafen sich 10 Studentinnen in einer Arbeitsgruppe und beschlossen, die Autonome FrauenForschungsStelle zu gründen.
In der Schwarzen Witwe im c.u.b.a. (Achtermannstrasse) trafen sich ab 1986 zahlreiche Frauengruppen, nutzen den Raum für ihre Arbeitsorganisation und richteten, wie die aktiven Mitglieder der Schwarzen Witwe, Veranstaltungen aus. In der Schwarzen Witwe wurden auch universitäre Symposien abgehalten, denn die Schwarze Witwe engagierte sich für die Einführung von Frauenforschung, heute Genderforschung genannt, und die Frauenforschungsprofessur an der Uni Münster und darüber hinaus. Daneben förderten und unterstützten sie Studentinnen und führten selbst Forschung durch, z.B. zur Frauengeschichte, und bauten außerdem das Frauen/Lesbenarchiv und die -Bibliothek auf. Der Archivbestand präsentierte Zeitschriften der Frauen- und Lesbenbewegung, Zeitungsausschnitte, Referate, Examensarbeiten, Broschüren, Bücher, Flugblätter, Poster, ‘Graue Literatur’. Zudem bewahrte das Archiv die Akten und Aufzeichnungen der Mitarbeiterinnen der Schwarzen Witwe auf. Sie boten permanente Besuchs-, Ausleih- und Gesprächsöffnungszeiten an.

2006 wurde aus der Schwarzen Witwe die D.I.W.A.. Die Abkürzung stand für Dokumentation– Information– Wirkung– und Austausch. Da die Förderung durch die Stadt Münster 2011 abbrach, mussten die Räume verkleinert werden. Ein wichtiger Fokus der Arbeit von D.I.W.A. war bis zu ihrer Schließung 2020 die Gesundheitsberatung sowie die interkulturelle Beratung.

Veranstaltungsort:
LWL-Landeshaus
Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Freiherr-vom-Stein-Platz 1
48147 Münster

Anmeldung möglich unter: unger@auszeiten-frauenarchiv.de

aus bewegten Zeiten

Kurzbericht zur Ausstellungseröffnung aus bewegten Zeiten. Objekte aus 30 Jahren feministischer Archivgeschichte in Westfalen vom 22.11.2025 im Bochumer Stadtarchiv

Foto: Lena Laps

Am Samstag, dem 22. November eröffnete das Frauenarchiv ausZeiten die Ausstellung aus bewegten Zeiten. Objekte aus 30 Jahren feministischer Archivgeschichte in Westfalen. Das Foto gewährt einen Einblick in das Foyer des Bochumer Stadtarchivs, wo die 30 Objekte noch bis zum 31. Januar 2026 zu sehen sind. Die Frauenfahne im Hintergrund, selbst genäht, wurde 1975 von der Bochumer Frauengruppe bei Demonstrationen gegen den Abtreibungsparagrafen 218 mitgeführt. Sie zeigt ein gesprengtes Frauenzeichen – die traditionelle Frauenrolle wird von den Frauen abgelehnt.

Nach der Einführung durch Linda Unger als Moderatorin sprach der Leiter des Stadtarchivs, Dr. Rawe, Worte zur Begrüßung. Die Ausstellung wird von der LWL-Kulturstiftung gefördert, entsprechend erläuterte Frau Birgit Neyer aus dem Vorstand der Stiftung, wie wichtig die Förderung solch kultureller Erinnerungs-Projekte für die gesellschaftliche Gleichstellung von Frauen ist. Rita Kronauer, ausZeiten-Mitarbeiterin, zeichnete in ihrer Rede die Entwicklung des Frauenarchivs nach, insbesondere im Hinblick auf die finanzielle Lage, sehr selbstbestimmt . Die Lesung der Archivgeschichte Wahre Leidenschaften von Gitta Bücher erfreute das Publikum nachhaltig. Ausklang mit Sekt und Selters und angeregten Gesprächen – nicht nur – über die Objekte der Ausstellung.


Ort: Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte,
Wittener Straße 47, 44789 Bochum
Weitere Infos, auch Führungstermine, siehe im Flyer zur Ausstellung

Hintergrundinfos zu unserem einjährigen Gesamtprojekt, von dem die Ausstellung ein Teil ist. Dieses wurde gefördert durch die LWL Kulturstiftung

aus bewegten Zeiten

Ausstellungseröffnung

ausZeiten lädt ein zur Ausstellungseröffnung
am Samstag, dem 22. November 2025
um 15 Uhr
im Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte.

Wir zeigen
aus bewegten Zeiten
Objekte aus 30 Jahren feministischer Archivgeschichte in Westfalen
Nach einer Einführung durch zwei ausZeiten-Mitarbeiterinnen werden der Leiter des Stadtarchivs, Herr Dr. Rawe und Frau Birgit Neyer, Erste Landesrätin und Kämmerin des LWL Grußworte sprechen.
Es folgt Gitta Büchner mit der Lesung ihres Textes: Wahre Leidenschaft.


Ort: Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte,
Wittener Straße 47, 44789 Bochum
Weitere Infos, auch Führungstermine, siehe im Flyer zur Ausstellung

Hintergrundinfos zu unserem einjährigen Gesamtprojekt, von dem die Ausstellung ein Teil ist. Dieses wurde gefördert durch die LWL Kulturstiftung

Nachruf Erika Töller

Wir trauern um unsere Mitarbeiterin Erika Töller, die am 9.10.2025 im Alter von fast 75 Jahren gestorben ist. Wir waren mit ihr mitten in der Arbeit an einem kleineren, geförderten Projekt, in dem wir den Nachlass der LAG Lesben in NRW vollständig erschließen wollten.
Erika arbeitete seit 2008 bei uns. Sie war – als Philosophin – hoch qualifiziert und hatte aufgrund ihrer Arbeit als wissenschaftliche Angestellte an den Universitäten in Bochum und Düsseldorf und an einem Forschungsprojekt grundlegende Kenntnisse in der Erschließung von Nachlässen erworben.

Das Arbeiten gemeinsam mit Erika war fruchtbar und auch persönlich bereichernd. Sie hatte Humor, den sie auch nicht verlor, als ihre gesundheitlichen Einschränkungen stärker wurden.
Es schmerzt sehr, dass wir sie nun verloren haben.

aus bewegten Zeiten

Ausstellungseröffnung

ausZeiten lädt ein zur Ausstellungseröffnung
am Samstag, dem 22. November 2025
um 15 Uhr
im Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte.

Wir zeigen
aus bewegten Zeiten
Objekte aus 30 Jahren feministischer Archivgeschichte in Westfalen
Nach einer Einführung durch zwei ausZeiten-Mitarbeiterinnen werden der Leiter des Stadtarchivs, Herr Dr. Rawe und Frau Birgit Neyer, Erste Landesrätin und Kämmerin des LWL Grußworte sprechen.
Es folgt Gitta Büchner mit der Lesung ihres Textes: Wahre Leidenschaft.


Ort: Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte,
Wittener Straße 47, 44789 Bochum
Weitere Infos, auch Führungstermine, siehe im Flyer zur Ausstellung: (link Homepage Flyer)

Hintergrundinfos zu unserem einjährigen Gesamtprojekt, von dem die Ausstellung ein Teil ist. Dieses wurde gefördert durch die LWL Kulturstiftung

Bochumer Frauenstadtrundgang

Sonntag, 21.09.2025, 11:00 – 13:15 Uhr

Das Frauenarchiv ausZeiten lädt ein zum Bochumer Frauenstadtrundgang. Sie haben die Gelegenheit, historische Frauen aus dem Bochum des 19. und 20. Jahrhunderts und früher kennenzulernen. So erfahren Sie, welche Spuren Frauen wie die Anwältin Nora Platiel und die Politikerin Ottilie Schoenewald oder die Pastorin Ursula Schafmeister hinterlassen haben – in der Stadt, aber auch in der Geschichte der Frauenbewegung.

Den 2017 entstandenen Frauenstadtplan erhalten Sie beim Rundgang kostenlos.
Archivmitarbeiterin Linda Unger leitet den Rundgang

Rundgang für Alle
Treff: Rathausvorplatz, an der Glocke
6,- EUR, erm. 3,- EUR
KursNr 12001
Telefonisch: Tel: 0234/ 910 -1555

Bochumer Frauenstadtrundgang

Sonntag, 7.9.2024, 11:00 – 13:30 Uhr

Das Frauenarchiv ausZeiten lädt ein zum Bochumer Frauenstadtrundgang. Sie haben die Gelegenheit, historische Frauen aus dem Bochum des 19. und 20. Jahrhunderts und früher kennenzulernen. So erfahren Sie, welche Spuren Frauen wie die Anwältin Nora Platiel und die Politikerin Ottilie Schoenewald oder die Pastorin Ursula Schafmeister hinterlassen haben – in der Stadt, aber auch in der Geschichte der Frauenbewegung.

Den 2017 entstandenen Frauenstadtplan erhalten Sie beim Rundgang kostenlos.
Archivmitarbeiterin Linda Unger leitet den Rundgang

Rundgang für Frauen
Treff: Rathausvorplatz, an der Glocke
6,- EUR, erm. 3,- EUR
Telefonische Anmeldung: 0234-9102812
KursNr 12000

Guided women’s walking tour of the city for women and men

Sunday, June 22 2025, 11-13:15

Registration VHS Bochum

Travel through the women’s history of Bochum! The women from the 20th and 19th centuries and from earlier periods introduced in the walking tour will not only lead you to interesting sights like Bergbaumuseum, Pauluskirche and Kunstmuseum, but will introduce you to the lives of courageous women and the part they played in the history of the city and in women’s liberation. Learn about Ursula Schafmeister, the first female priest in Bochum, Nora Platiel, a Jewish lawyer in exile, and many more.
Join the tour and get your free copy of the women’s map of Bochum!

In Cooperation with VHS Bochum
Meeting point: Willy-Brandt-Platz,
square in front of Bochum city hall, right at the big steel bell
5,- EUR, erm. 3,- EUR

Bochumer Frauenstadtrundgang

Sonntag, 25. Mai 2025
um 11:00 – 13:15 Uhr – für alle
Gebühr: 6 €, Ermäßigung möglich

Historische Frauen aus Bochum stehen im Mittelpunkt des Frauenstadtrundgangs. Das Frauenarchiv ausZeiten lädt in Kooperation mit der VHS Bochum alle Interessierten zur Teilnahme am Sonntag, dem 25. Mai um 11 Uhr ein. Der Rundgang dauert gut 2 Stunden, die Teilnahmegebühr beträgt 6 €. Eine Voranmeldung bei der VHS ist möglich, aber nicht notwendig. Treffpunkt ist die Glocke am Rathaus, Willy-Brandt-Platz.

Archivmitarbeiterin Linda Unger leitet den Rundgang. Sie stellt an markanten Orten rund um die Innenstadt 14 Frauen vor, die in den letzten Jahrhunderten in Bochum gewirkt haben. Darunter sind bekannte Frauen wie die Politikerin Ottilie Schoenewald, die Künstlerin Elisabeth Treskow, Else Baltz oder Henriette Kortum. Daneben stehen Frauen wie die Rechtsanwältin Nora Platiel, die NS Widerstandskämpferin Änne Kappius oder die Schulgründerin Henriette von Noel. Es sind Frauen, die in der Stadt gewirkt haben, aber auch darüber hinaus in der Geschichte der Frauenbewegung eine Rolle spielten.
Für Änne Kappius gibt es inzwischen einen Stolperstein in der Theodor-Imberg-Straße. Für die Pastorin Ursula Schafmeister, die erste Pastorin in Bochum, wurde am 15. März 2025 an der Pauluskirche eine Stele enthüllt. Nach Lore Agnes, die ihr Leben lang über 2 Weltkriege hinweg und in der Nachkriegszeit politisch aktiv blieb, wurde 2023 ein Raum im Gebäude der Stadtbücherei/ VHS benannt.
Die Frauen werden wieder lebendig, wenn Linda Unger über sie berichtet, wie sie ihren Platz in der Gesellschaft gefunden und ausgefüllt haben.

Am Ende des Rundgangs erhalten alle Teilnehmenden kostenlos den Bochumer Frauenstadtplan, den das Frauenarchiv ausZeiten gemeinsam mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Bochum herausgegeben hat.

Anmeldung bei der VHS Bochum